Erfolgreiche Projekte
Bild: Miguel Ferraz Araújo

Erfolgreiche Projekte

Sanierung von Mauerwerk, Gesims und Turm

seit Oktober 2023

 

Seit Oktober 2023 werden am Michel Risse saniert. Zunächst am Gesims, dass Kirche und Turm umschließt, seit Sommer 2025 auch im Mauerwerk des Turms. Zur Finanzierung der Arbeiten wurde ein himmlischer Bautrupp gegründet, in dem Engel und Menschen zusammenarbeiten.

Mehr zu den Bauarbeiten am Turm

An der Südseite des Michel-Turms ist ein 33 Meter hohes Gerüst mit Banner aufgebautFoto: Miguel Ferraz

Der Michel funkt SOS

2020 bis 2022

Der Michel ist Wahrzeichen und Anziehungspunkt für Hamburger und ihre Gäste. Doch während der Corona-Pandemie und dem Lockdown blieben die Kirchenbänke meist leer: Gottesdienste, Veranstaltungen, Konzerte fielen aus, wichtige Einnahmen fehlten und der Michel kam an seine wirtschaftlichen Grenzen. Im März 2020 funkte er SOS und bat darum, ihm einen Rettungsring zuzuwerfen. 

Sein Hilferuf wurde in der ganzen Stadt gehört. Traditionssegler, Reedereien und Vereine spendeten 68 Rettungsringe, die während der Pandemie ihren Platz im Michel fanden. Zahlreiche Förderer und Michel-Freunde übernahmen Patenschaften und spendeten für die Ringe. Außergewöhnliche Hilfe leistete Marion Fedder: Sie versteigerte das Lieblingsauto und eine Küchenuhr von Jan Fedder. Die Versteigerung erzielte mehr als 75.000 Euro. Bis September 2021 kamen durch diese beispiellose Welle der Solidarität 820.000 Euro zusammen. 

Aus Familiensilber werden Michel-Kelche

2019

Die alten Abendmahlskelche des Michel waren in die Jahre gekommen. Damit 15 neue Kelche gefertigt werden konnten, haben Michel-Freunde 2019 ihr Familiensilber zusammengetragen, das oft mit persönlichen Erinnerungen verbunden war. 164 kg hochwertiges Silber kamen zusammen, zusätzlich noch fast 700kg Essbestecke mit Auflagesilber. Es wurde eingeschmolzen uns mit Kupfer vom Dach des Michel legiert – so entstand 935er Michel-Silber, aus dem die Lübecker Silberschmiedin Margarete Oehlschläger neue Kelche fertigte. Seit dem 1. Advent 2019 werden sie allen Gottesdiensten mit Abendmahl genutzt. 

Ihr seid das Salz der Erde

2017

Was bedeutet Reformation heute? 2017 suchte die Michel-Stiftung zum 500. Jubiläum der Reformation mit der Aktion „Ihr seid das Salz der Erde“ eine zeitgemäße Antwort. Michel-Freunde trugen 250 Salzspenden aus aller Welt zusammen und legten damit den Grundstock, um das Salz der Erde am Michel herzustellen und so symbolisch Luthers Mut und Gottvertrauen zu teilen. Im Pfingstgottesdienst wurde das Salz der Erde aus Salzspenden der Michel-Freunde mit 500 Pfund Michel-Salz gemischt. Das Michel-Salz wurde im Lüneburger Salzmuseum auf offenem Feuer gesiedet und mit einem restaurierten Lastensegler auf historischen Wasserwegen nach Hamburg gebracht. Nach dem Gottesdienst wurde das Salz der Erde in 3.000 Säckchen gefüllt und gegen Spende an Michel-Besucher abgegeben, die es in alle Welt verteilten. 15.000 Euro für die diakonische Arbeit am Michel kamen zusammen.

Zwei Glocken für den Frieden

2014

Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkrieges setzte der Michel im Jahr 2014 ein Friedenszeichen. Im Ersten Weltkrieg waren neun von zehn seiner Glocken für die Kriegsindustrie eingeschmolzen worden. Mit der Aktion „So klingt Hamburg“ rief die Michel-Stiftung gemeinsam mit der Hamburger Sparkasse und Budnikowsky dazu auf, zwei noch immer fehlende Uhrschlag-Glocken als Friedenszeichen neu zu gießen und hierfür zu spenden. 

Mehr als 2.000 Michel-Freunde halfen. Ein Jahr später wurden die beiden Glocken gegossen und mit einem Glockenfest mit 5.000 Gästen am Michel begrüßt. Die Friedensglocke trägt die Inschrift „Er ändert Zeit und Stunde“, die Vaterunser-Glocke nimmt in ihrer Inschrift den ersten Vers des Coventry-Versöhnungsgebets „Vater vergib“ in vier Sprachen auf. Seit dem 19. Juni 2016 ist das Geläut des Michel wieder vollständig, und die Uhrschlagglocken des Michel erklingen als Zeichen des Friedens mit neuer Melodie.

Sanierung der Kirche und Orgelanlage

2002 bis 2008

„Ohne Spender wird´s nicht gehen“ – das war die klare Erkenntnis, als Anfang des Jahrtausends das ernüchternde Ergebnis der Baugutachten auf dem Tisch lag. Nachdem die Turmsanierung in den 1980er und 1990er-Jahren bereits Millionen gekostet hatte, war nun die Instandsetzung der Fundamente des Mauerwerks, der historischen Fensterrahmen und des Kupferdaches sowie der Krypta unumgänglich. Geschätzte Kosten: 16 Mio. Euro. Für den Michel war dies eine riesige Herausforderung und Gründungsimpuls für die Stiftung St. Michaelis. 

Mit der Unterstützung vieler prominenter Michel-Botschafter warb sie um Spenden für Stifterbriefe, verkaufte 600.000 Lose einer Michel-Lotterie, organisierte Michel-Feste und verkaufte mit Hilfe der Haspa Michel-Uhren. Mit 1,7 Mio. Euro trug die Stiftung entscheidend zur Sanierung des Wahrzeichens bei. 

Doch den wesentlichen Beitrag leistete das Ehepaar Powalla mit seiner G. & L. Powalla-Stiftung. Lieselotte Powalla war in der Neustadt aufgewachsen und wollte noch einmal das Fernwerk hören, dessen Klängen sie als Kind gelauscht hatte und das im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Dafür spendete das Ehepaar die fehlenden Millionen für die Sanierung der Kirche und schenkte dem Michel zudem eine einzigartige Orgelanlage mit vier wunderbaren Instrumenten, teilweise umfassend saniert, teilweise ganz neu gebaut. Am 31. Oktober 2009 war das große Ziel erreicht: Der Michel wurde nach 10-monatiger Schließung und Sanierung in neuem Glanze wiedereröffnet. 

Das Schalloch des Fernwerks in der KirchendeckeFoto: Andreas Lechtape

Das Fernwerk in der Dachdecke