Seit Oktober 2023 werden am Michel Risse saniert. Zunächst am Gesims, dass Kirche und Turm umschließt, seit Sommer 2025 auch im Mauerwerk des Turms. Zur Finanzierung der Arbeiten wurde ein himmlischer Bautrupp gegründet, in dem Engel und Menschen zusammenarbeiten: Michel-Engel unterstützen die Handwerker mit ihren besonderen Fertigkeiten. Michel-Freundinnen und Freunde finanzieren ihre Arbeitsstunden. 1,3 Mio. Euro wurden bereits gespendet. 75% der Spenden sind bereits verbaut.
Außensanierung des Michel-Turms
Juni - Oktober 2026
Anfang Juni wurde an der Südseite des Michel-Turms ein 33 Meter hohes Gerüst aufgebaut und die Außensanierung des Turms hat begonnen. Bis zu 30 Meter lange vertikalen Risse im Turm müssen saniert werden. Zur Stabilisierung werden zu beiden Seiten eines Risses bis zu 4 m lange Bewehrungsstäbe kreuzweise in das Mauerwerk eingeklebt. Zusätzlich verbinden rund 300 Spiralanker die vordere Mauerwerksschale von 1912 mit dem Kernmauerwerk des Turms von 1650. Zur Abdichtung gegen eindringendes Regenwasser werden defekte Steine und Fugen entfernt, erneuert und Risse im Mauerwerk in Teilbereichen mit Epoxidharz aufgefüllt.
Mit einem 16 Meter langen Banner mit der Aufschrift „Hier arbeitet der Himmlische Bautrupp“ am Baugerüst dankt die Stiftung St. Michaelis allen Spenderinnen und Spendern des Himmlischen Bautrupps, die die aktuellen Arbeiten finanzieren.
Das Gerüst wird im Sommer 2026 zweimal umziehen: zunächst vor den Haupteingang, dann in den Norden. Wir gehen davon aus, dass wir die Außensanierung im Herbst 2026 abschließen können.
Innensanierung des Michel-Turms
Seit Sommer 2025
Die Außensanierung der Risse hat ihre Entsprechung im Inneren des Michel-Turms. Jedoch kommen hier andere Techniken zum Einsatz, die zum Teil neu entwickelt wurden.
Gegenüberliegende Wände werden durch eine Stahlkonstruktion miteinander verbunden und so eine Gegenkraft zu den auseinanderdriftenden Rissen erzeugt. In den Ecken des Turmmauerwerks werden drei Meter lange Stahlstangen – sogenannte Spiralanker – eingeklebt. An ihnen werden Metallstangen befestigt und mit einer Spanvorrichtung verbunden, die die Mauern mit bis zu 40 Tonnen Zugkraft zusammenziehen.
In der NDR-Nordstory Spezial: „Hamburgs Wahrzeichen – Der Michel und sein Drumherum“ des Reporters Jan-Peter Gehrckens‘ finden Sie ab Stunde 1:01:10 einen genaueren Einblick zur Stahlkonstruktion für die Risse.
Risssanierung im Treppenhaus
Die auf dem zweiten Turmboden erprobte Zugtechnik wird auch an verschiedenen Stellen im südlichen Treppenhaus angewendet. Die Herausforderung: Hier fehlt es an gegenüberliegenden Wänden, sodass die Technik entsprechend weiterentwickelt werden muss.
Auf dem Fotos sehen sie einen Riss im südlichen Treppenhaus, der mit der neuen Technik stabilisiert wird. Die Arbeit in den Treppenhäusern wird einige Zeit dauern.
Die Innenarbeiten im Turm sind sehr umfangreich. Auf mehreren Turmböden müssen die beschriebenen Konstruktionen noch eingebaut werden. Und auch hinter der großen Orgel in der Kirche muss ein großer Riss stabilisiert werden. Der Abschluss der Innenarbeiten im Turm ist für Ende 2027 geplant.
Start der Risssanierung
Winter 2025
Foto: Meike UhlenbergDie Handwerker des himmlischen Bautrupps haben mit der Sanierung der Risse im Michel-Turm begonnen. Hierzu wurde eine neue Technik entwickelt, mit der rund um einen großen Riss auseinanderdriftende Mauern durch eine Stahlkonstruktion zusammengehalten werden. Links und rechts vom Riss werden drei Meter lange Stahlstangen – sogenannte Spiralanker – eingeklebt. Die gegenüberliegenden Stangen werden mit einer Spanvorrichtung verbunden, die die Mauern mit bis zu 40 Tonnen Zugkraft zusammenzieht.
Baustellenkonzert
Juni 2025
Mit einem Baustellenkonzert haben wir uns im 2025 bei 1.700 Spenderinnen und Spendern bedankt, die den Himmlischen Bautrupp mit Arbeitsstunden ausgestattet haben. 1,3 Millionen Euro wurden für die Sanierungen des Dach- und Turmgesimses und für die Sanierung der Risse im Michel-Turm gespendet.
Gestaltet wurde das Baustellenfest von dem himmlischen Baustellenorchester unter der Leitung von Michelkantor Magne Draagen, dem Shantychor De Tampentrekker und der Moderatorin Anke Harnack. Der NDR berichtete im Hamburg-Journal.
Einen Eindruck des Tages können Sie in unserer Bildergalerie oder in diesem Video sehen.
Vorbereitung Risssanierung im Turm
Frühjahr 2025
Foto: Miguel Ferraz AraújoAls Grundlage für die Planung der Mauerwerks-Sanierung im Turm musste untersucht werden, inwieweit das eingedrungene Wasser das Mauerwerk nachhaltig geschädigt hat. Hierzu wurden 5 Meter lange Bohrkerne entnommen, die in einem Labour bauphysikalisch und chemisch untersucht wurden. Das Ergebnis: Das Mauerwerk des Michel-Turms hat eine hohe Festigkeit und die geplanten Sanierungsmaßnahmen können wie geplant ab dem Herbst 2025 durchgeführt werden.
Sehen Sie sich hier die Vorarbeiten für die Sanierung des Michel-Turms an.
Sanierung Dach- und Turmgesims
Herbst 2023 bis Sommer 2025
Die Sanierung des Dach- und Turmgesimses konnten wir im August 2025 nach 19 Monaten Bauzeit abschließen. Rund 200 Risse haben wir abgedichtet und fast 250 Kilo gelockerte Betonteile wurden entfernt. Dort, wo die Schäden besonders groß waren, haben wir das Gesims mit bis zu 1,5 Meter langen Metallstangen verstärkt, so dass nun das Gesims fest mit dem dahinterliegenden Mauerwerk verbunden ist. Zum Abschluss wurden die 1.300 Quadratmetern große Gesimsfläche dreimal mit Spezialfarbe gestrichen. Die erste Sanierungsphase ist abgeschlossen. Im Frühjahr 2026 beginnt die Sanierung der Risse im Mauerwerk des Turms.

Der himmlische Bautrupp
Im himmlischen Bautrupp arbeiten Michel-Engel und Freundinnen und Freunde des Michel zusammen an den wichtigen Baustellen des Michel. Der Erzengel Michael hat die Bauleitung übernommen und sechs weitere Michel-Engel die Leitung der Gewerke. Mit einer Spende von 35 Euro statten Sie den Bautrupp mit einer halben Arbeitsstunde aus und werden symbolisches Mitglied des Bautrupps. Mehr als 1.700 „Mitarbeiter“ hat der Bautrupp seit seiner Gründung im Oktober 2023 bereits gefunden.
Portraits
Sie bauen mit am Hamburger Michel
„Der Michel soll überdauern“
Wenn Dr. Ing. Uwe Pfeiffer in Kirchen den Blick schweifen lässt, dann bewundert er nicht nur die sakrale Kunst – sein Auge bleibt auch immer an Bauschäden hängen. Als Tragwerksspezialist beaufsichtigt und plant er die Sanierungen am Turm des Michel.

Kleine Michel-Baumeister

Während der „große Michel“ mit schwerem Gerät saniert wird, entsteht nebenan mit viel Fingerspitzengefühl ein ganz neuer Michel: In der Kita St. Michaelis versuchen sich kleine Baumeister an einem Nachbau aus BlueBrixx-Steinen.
Kleine Michel-Baumeister: Mit vollem Einsatz für ihren Michel
Ein Familienprojekt für den Michel
Ein Jahr, 95.000 Steine und jede Menge Geduld: Malte und Christian Burmester haben den Michel als LEGO-Modell nachgebaut. Auf dem Weihnachtsmarkt am Michel am ersten Adventswochenende ließ sich das Modell des Turms im Gemeindehaus besichtigen und der Michel-Turm mit einem LEGO-Bausatz in 10 Minuten nachbauen.

Unser Michel braucht tatkräftige Unterstützung
Unter dem Dach der Stiftung St. Michaelis engagieren sich Freundinnen und Freunde des Michel im himmlischen Bautrupp und für viele weitere Michel-Projekte. Allein für den himmlischen Bautrupp haben mehr als 1.700 Michel-Freundinnen und Freunde gespendet. Das ist wichtig, denn die Hauptkirche St. Michaelis kann nur 10 Prozent der Ausgaben ihrer Ausgaben aus Kirchensteuermitteln decken. 90 Prozent muss sie aus eigenen Einnahmen und Spenden finanzieren. Um den Michel zu erhalten und mit Leben zu füllen, benötigen wir viele engagierte Förderer.

Die Stiftungsfamilie wächst
Wenn Sie unseren Michel mit einer Spende unterstützen, gehören Sie für uns zur Stiftungsfamilie dazu. Einmal im Jahr laden wir zur Stiftungsversammlung ein. Dort berichten wir über im vergangenen Jahr Erreichtes und noch vor uns liegende Herausforderungen. Nach der Versammlung in der Kirche treffen wir uns in der Krypta, wo ein ehrenamtliches Team die Stiftungsfamilie zur Kaffeetafel mit selbstgebackenen Kuchen einlädt. Darüber hinaus informieren wir unserer Förderer regelmäßig über unsere Arbeit, laden Sie zu besonderen Veranstaltungen ein und legen Rechenschaft über die Verwendung eingenommener Spenden in einem Jahresbericht ab.











